Auch wenn man es nicht glaubt. Die Wahl hat man immer.

Selbst wenn man nicht einmal gefragt wurde ob man etwas will, egal welche Aufgabe einen erwartet, hat man eine Wahl. Oft scheint die Wahl “nein” zu sagen so abwegig, dass sie nicht einmal gefühlt zur Wahl steht und man sich nur noch über die verschiedenen Ausprägungen von “ja” Gedanken macht. Freaky.

Dabei ist die Fähigkeit zu erkennen, dass man dieses Nein immer zur Verfügung hat ein Schlüssel zum selbstbestimmten Leben.

Das Einzige was einen zurückhält ist meist Angst vor Verlust/Anerkennung/Status/Unverständnis Anderer (angelernte Angst, die ein anderer meist gar nicht nachvollziehen kann). Wobei der grösste Verlust im Leben ist, was man verpasst, weil man immer “Ja” sagt, weil man denkt, man hat keine Wahl. Scary. But simple.

Wie kann man den eigenen Fokus halten?

Den eigenen Fokus zu behalten ist gar nicht mehr so schwierig. Schwieriger ist zu Wissen, was der eigene Fokus ist. Oft glaubt man der Fokus ist der eigene, obwohl er eigentlich nur der Fokus der anderen ist.

Wenn man zumindest mal den eigenen kennt, darf man nur nicht vergessen, was er ist. Recht einfach beginnt man immer wieder den Fokus der anderen als den eigenen anzunehmen (Life’s a bitch an tries everything!). Aber passt man auf, erkennt man immer schneller wenn man abdriftet. Kurz die Handbremse ziehen und sich wieder normalisieren hilft hier Wunder. Übung macht den Meister.

Geld- und Vermögensvermehrung als gelerntes Lebensziel vs. das was man sich davon erhofft

Hat man Geld- und Vermögensvermehrung (nie genug haben) als großes Gesamt-Lebens-Ziel, ist das ziemlich unlogisch, denn es führt nicht zum zufriedenen Leben, wie man es sich eigentlich von dem vielen Geld, dass man aufbaut, sich erhofft (vor allem ist man nie fertig).

Auch wenn das viele Geld einmal da ist, und man sich jedes erdenklich schöne Leben leisten könnte, wird es erst schön, wenn das Geld als Ziel nicht mehr ganz vorne steht (also man für sich bestimmt, dass man genug hat, und diese Freiheit hat jeder, immer). Denn es blockiert die Möglichkeit zu genießen. Dazu muss man mal locker lassen, zuhören und versuchen zu verstehen. Also wieso nicht gleich das andere Ziel voranstellen?

Ein zufriedenes Leben von Anfang an als Ziel (mit dem Nebenziel genug Geld zum Leben zu haben), bedeutet nicht gleich viel Geld, aber steht nicht im Gegensatz dazu. Ist man zufrieden, wird man richtig kreativ und das kann mit dem Weg, der zu einem passt, zu viel Geld führen. Muss nicht, aber kann – aber auch wenn nicht, war es ein guter Weg. Geld sollte am Weg aber nicht wieder zum falschen Ziel werden, wenn es einem zuwinkt.

Und den richtigen Weg zu finden, wo das alles möglich ist, ist sicher für alle ein großes Ziel. Also die Tätigkeit(en) finden die einen zufrieden machen. Unabhängig von Geld.

Geld als großes Ziel in diesem Zusammenhang ist Gleichzusetzen mit: Erfolg in den Augen anderer, Berühmtheit, Anerkennung anderer, etc. Wobei wieder: Erfolg, Anerkennung etc. nichts Schlechtes ist, solang es nicht zum Ziel wird. Bescheidenheit ist was hier hilft. Auch wenn es nicht immer einfach ist. Die Umgebung bestätigt, dass es das Richtige ist.

Welche Ziele für sich aktuell im Vordergrund stehen, kann jeder nur sich selbst beantworten. Sich hier selbst zu belügen ist aber recht häufig. Wie kann man sich sicher sein? Ehrlich zu sich selbst sein. Kann nicht jeder. Obwohl ist gar nicht so schwer. Könnte jeder, der will.